Olivenöl: Gesund – aber nur in Maß

Olivenöl gilt seit Jahren als Star in der gesunden Küche. Besonders in der Mittelmeerregion ist es fester Bestandteil der Ernährung. Doch warum gibt es dennoch Bedenken? Die Antwort liegt in der Kalorienzahl: Wie jedes Öl liefert auch Olivenöl rund 9,3 Kilokalorien pro Gramm. Das macht es sehr energiedicht.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät daher, mit Fett – selbst gesunden – sparsam umzugehen. Zu viel Öl, egal ob Oliven-, Raps- oder Kokosnussöl, kann langfristig zu Übergewicht führen, wenn die Gesamtkalorienmenge nicht stimmt. Denn Fett enthält mehr als doppelt so viele Kalorien wie Eiweiß oder Kohlenhydrate.

Das bedeutet aber nicht, dass Olivenöl ungesund wäre. Ganz im Gegenteil: Es enthält einfach ungesättigte Fettsäuren und wertvolle Pflanzenstoffe, die das Herz-Kreislauf-System unterstützen können. Studien zeigen, dass es bei moderater Zufuhr positiv auf die Cholesterinwerte wirkt. Wichtig ist jedoch die Portion. Ein Spritzer über dem Salat oder ein feines Träufeln in die Suppe ist sinnvoll – aber ein volles Glas wäre es definitiv nicht.

Letztlich kommt es auf den Gesamtkontext der Ernährung an. Wer viel Gemüse, Vollkorn und Fisch isst und gezielt hochwertiges Olivenöl verwendet, macht etwas für seine Gesundheit. Wer aber zusätzlich zu fettreichen Speisen großzügig Öl hinzufügt, kann die Vorteile schnell zunichtemachen. Maßhalten bleibt der Schlüssel – auch beim vermeintlich gesündesten Öl.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen