Warum riecht der Mund eines Sterbenden oft unangenehm?
Wenn ein Mensch im Sterben liegt, verändert sich der Körper zunehmend – auch der Geruch, den er verströmt, kann sich deutlich verändern. Ein unangenehmer Mundgeruch bei Sterbenden ist keine Seltenheit und hat meist medizinische Ursachen.
Oft liegt es an körperlichen Prozessen, die mit der fortschreitenden Schwäche des Organismus zusammenhängen. Tumore im Mund-, Rachen- oder Magenbereich können absterben und sich zersetzen – ein sogenannter Tumorzerfall, der einen starken, fauligen Geruch verursacht. Auch kleinere Blutungen im Magen-Darm-Trakt oder im Mundraum können dafür sorgen, dass der Atem nach verfaultem Blut riecht. Infektionen, trockener Mund durch verminderte Flüssigkeitszufuhr oder Erbrechen tragen zusätzlich dazu bei.
Obwohl diese Veränderungen natürlich sind, können sie für Angehörige belastend sein. Wichtig ist: Der Geruch ist kein Zeichen von Vernachlässigung, sondern Teil des Sterbeprozesses. Dennoch kann man etwas dagegen tun. Regelmäßige Mundpflege hilft, das Wohlbefinden des Sterbenden zu verbessern und den Geruch etwas zu mildern.
Sanftes Auswischen des Mundes mit feuchten Tupfern oder speziellen Mundpflegelösungen ist sinnvoll – mehrmals täglich, wenn nötig. Auch das Benetzen der Lippen oder das Vorsichtig-Aufstellen des Oberkörpers kann helfen, wenn der Patient noch ansprechbar ist. Wichtig ist eine respektvolle, behutsame Art, die Würde des Menschen bewahrt.
Für Angehörige ist es hilfreich zu wissen: Diese körperlichen Veränderungen gehören zum natürlichen Ende. Mit einfacher Pflege lässt sich viel Gutes tun – für den Sterbenden und für das eigene Empfinden.
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