Warum heißt 12 „ein Dutzend“?
Wenn wir heute von einem Dutzend sprechen, denken viele an Eier, Brötchen oder Schrauben – also Mengen, die in Zwölfern verkauft werden. Doch woher kommt eigentlich dieser Ausdruck?
Das Wort Dutzend hat eine lange Geschichte. Es leitet sich vom mittelhochdeutschen tozen ab, das wiederum aus dem mittellateinischen dozena stammt. Dieses bezeichnete eine Gruppe von zwölf Stück. Letztlich geht es zurück auf das lateinische duodecim, was schlicht „zwölf“ bedeutet. Interessant ist, dass diese Wurzel auch in anderen Wörtern steckt – etwa in Duodezime, einem musikalischen Begriff, oder in Duodez, der Bezeichnung für bestimmte Buchformate in der Druckerei.
Die Zahl Zwölf war schon immer praktisch: Sie lässt sich leicht teilen – durch 2, 3, 4 und 6. Deshalb war das Dutzend schon im Mittelalter eine beliebte Recheneinheit, besonders im Handel. Noch heute finden wir Spuren davon – nicht nur bei Backwaren, sondern auch in alten Maßsystemen, wie bei den zwölf Zoll eines Fußes im anglo-amerikanischen System.
Auch wenn wir heute meistens im Zehnersystem rechnen, hat das Dutzend seinen Platz behalten. Es erinnert uns daran, wie stark alte Handelspraktiken unsere Sprache geprägt haben. Das nächste Mal, wenn du ein Dutzend Eier kaufst, denk dran: Du hältst nicht nur zwölf Eier in Händen, sondern auch ein kleines Stück Sprachgeschichte.
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