Warum liegen Katzen so gerne auf ihren Besitzern?
Es gibt wohl kaum ein schöneres Kompliment für einen Katzenbesitzer: Der Stubentiger kommt angeschlichen, rollt sich mit einem tiefen Schnurren auf dem Schoß oder der Brust zusammen und schläft ein. Doch warum bevorzugen die wählerischen Vierbeiner oft das menschliche Bett oder den Körper ihrer Menschen gegenüber ihrem eigenen, gemütlichen Körbchen?
Der Hauptgrund liegt in ihrer Natur. Entgegen dem Klischee vom unnahbaren Einzelgänger sind Katzen äußerst soziale Tiere, die eine tiefe Bindung zu ihren Bezugspersonen aufbauen. Das Liegen auf dem Menschen ist ein Vertrauensbeweis und dient der sozialen Interaktion. Dabei suchen sie gezielt nach Körperwärme und Komfort. Die normale Körpertemperatur von Katzen ist etwas höher als die des Menschen, weshalb sie warme Plätze instinktiv lieben. Ein menschlicher Körper funktioniert für sie wie eine lebendige Heizung.
Zudem vermittelt der beruhigende Herzschlag und die vertraute Atmung des Besitzers ein tiefes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. In freier Wildbahn sind schlafende Tiere verletzlich. Wenn sich eine Katze also direkt auf oder neben ihren Menschen legt, signalisiert sie: „Hier bin ich sicher und kann meine Wachsamkeit komplett ablegen.“ Es ist eine instinktive Suche nach Schutz, die den Tieren hilft, Stress abzubauen und vollkommen zu entspannen.
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