Warum sind Zigaretten auf den Kanaren so günstig?
Wer eine Reise auf die Kanarischen Inseln unternimmt, fällt es schnell auf: Zigaretten sind dort deutlich günstiger als auf dem spanischen Festland – und erst recht im Vergleich zu Deutschland oder Österreich. Der Grund liegt in der besonderen wirtschaftlichen Lage der Inselgruppe. Die Kanaren gehören zwar politisch zu Spanien, gelten aber als Sonderwirtschaftszone. Das bedeutet: Bestimmte Steuern, insbesondere die Mehrwertsteuer, fallen hier deutlich niedriger aus.
Auf dem spanischen Festland beträgt die Mehrwertsteuer auf Tabakwaren über 20 Prozent. Auf den Kanaren hingegen liegt die sogenannte IGIC (Impuesto General Indirecto Canario), eine ähnliche Steuer, bei nur sieben Prozent. Dieser Steuerunterschied macht sich direkt am Preis pro Schachtel bemerkbar. Während man in Deutschland oft über 7 Euro ausgibt, zahlt man auf Fuerteventura oder anderen Kanaren-Inseln oft weniger als 4 Euro für eine gleichwertige Marke.
Wer sparen möchte, kauft am besten in großen Supermärkten ein. Dort sind die Preise meist am niedrigsten, da sie von Großbestellungen profitieren. Touristen nutzen diesen Preisvorteil oft, um Vorräte für den Heimflug oder sogar für den persönlichen Bedarf zu kaufen. Wichtig ist jedoch: Die Einfuhr von Tabak in die Heimatländer unterliegt Mengenbeschränkungen. Wer deutlich mehr als die erlaubte Menge (z. B. 800 Zigaretten innerhalb der EU) mitführt, riskiert rechtliche Konsequenzen.
Trotzdem bleibt festzuhalten: Die günstigen Zigarettenpreise auf den Kanaren sind kein Geheimnis mehr – doch sie bleiben ein willkommener Vorteil für Reisende, die gerne mal eine Schachtel weniger zahlen möchten.
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