Wie kalt wird es im Haus ohne Heizung?
Wenn im Winter die Heizung ausbleibt, sinken die Temperaturen in Wohnräumen deutlich – doch wie kalt es tatsächlich wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Laut Berechnungen einer Studie an der Bauhaus-Universität Weimar kühlen typische Wohnräume in einem durchschnittlichen deutschen Winter auf etwa 7 bis 8 Grad Celsius ab, selbst wenn sie komplett unbeheizt bleiben.
Das bedeutet: Es wird kalt, aber selten eisig im Inneren. Moderne Gebäude haben durch gute Dämmung eine gewisse Wärmespeicherfähigkeit, sodass sie nicht so schnell auskühlen wie ältere, schlecht isolierte Häuser. Dennoch ist eine solche Kälte für die meisten Menschen unbequem, besonders für ältere oder gesundheitlich beeinträchtigte Personen.
Interessant ist, dass auch unbeheizte Räume nicht auf Außentemperatur fallen – selbst bei Minusgraden draußen bleibt es innen meist deutlich wärmer. Das liegt an der Restwärme aus Sonneneinstrahlung, technischen Geräten oder einfach der Wärme, die langsam aus den Baustoffen abstrahlt. Zudem können Nachbarwohnungen oder beheizte Bereiche im selben Haus einen gewissen Schutz bieten.
Trotzdem: Eine Dauerbelastung mit Temperaturen unter 10 Grad ist weder gesundheitsfördernd noch behaglich. Experten raten daher auch bei Einsparmaßnahmen dazu, die Raumtemperatur zumindest nachts nicht unter 16 Grad fallen zu lassen, um gesundheitliche Risiken und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
Die Zahlen zeigen jedoch: Selbst ohne Gasheizung bleibt ein gewisses Grundniveau an Wärme im Haus – ein kleiner Trost in kalten Zeiten.
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