Warum man kein warmes Leitungswasser trinken sollte

Wer morgens schnell einen Tee zubereiten oder Lebensmittel abwaschen möchte, könnte auf die Idee kommen, einfach warmes Wasser direkt aus der Leitung zu nutzen. Doch das ist keine gute Idee – vor allem nicht, wenn es um das Trinken geht. Wie das Umweltbundesamt klarstellt, ist warmes Wasser aus der Hausinstallation zum Trinken und auch zum Spülen von Lebensmitteln ungeeignet.

Warum ist das so?

Der Grund liegt in den Rohren. Warmes Wasser steht meist in dem Haus- oder Gebäude-Warmwasserspeicher und zirkuliert dort. Dadurch bleibt es länger in den Leitungen und hat mehr Zeit, Schadstoffe aus den Rohren selbst aufzunehmen. Vor allem ältere Leitungen können Blei, Kupfer oder andere unerwünschte Substanzen enthalten, die sich bei längerer Standzeit im Wasser lösen können. Je wärmer das Wasser, desto schneller kann dies geschehen.

Ein weiteres Risiko sind Bakterien. In Warmwassersystemen kann sich, besonders wenn die Temperaturen nicht optimal geregelt sind, Legionellen entwickeln – Keime, die bei empfindlichen Menschen gesundheitliche Probleme verursachen können.

Was tun stattdessen?

Trinken sollte man grundsätzlich nur kaltes Leitungswasser – und das am besten frisch aus der Leitung laufen lassen, besonders nach längerer Standzeit. Wer warmes Wasser braucht, kann es sicher im Wasserkocher oder Topf erhitzen. So hat man die volle Kontrolle über die Qualität.

Ein kleiner Tipp am Rande: Selbst für die Zubereitung von Babynahrung sollte niemals warmes Leitungswasser verwendet werden. Sicherheit geht hier vor Bequemlichkeit.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen