Kalt duschen bei Hitze? Lieber nicht
Wenn die Temperaturen in die Höhe klettern, ist die Versuchung groß: eine eiskalte Dusche, um schnell Abkühlung zu finden. Doch Experten raten in solchen Momenten zur Vorsicht. Kaltes Wasser kann den Körper bei großer Hitze stärker belasten, statt ihn zu erfrischen.
Der Grund liegt in der Funktionsweise unseres Kreislaufs. Bei Hitze weiten sich die Gefäße, um Wärme nach außen abzugeben. Ein plötzlicher Kältereiz durch kaltes Duschwasser lässt die Gefäße abrupt zusammenziehen. Das kann den Kreislauf zusätzlich belasten und im schlimmsten Fall zu Schwindel oder Kreislaufproblemen führen – besonders bei empfindlichen Menschen oder älteren Personen.
Ähnlich wie bei eisgekühlten Getränken, die kurz erfrischen, aber den Körper danach erst recht ins Schwitzen bringen, sorgt eine kalte Dusche nur für eine kurze Illusion von Erleichterung. Der Körper muss anschließend wieder Energie aufwenden, um sich auf die Außentemperatur anzupassen.
Experten empfehlen stattdessen eine Dusche mit lauwarmem Wasser – nicht kalt, nicht heiß. So wird der Körper sanft abgekühlt, ohne dass der Kreislauf überfordert wird. Zusätzlich hilft es, leichtere, luftige Kleidung zu tragen und ausreichend Wasser zu trinken.
Die Message ist klar: Bei großer Hitze besser auf extreme Kälte verzichten. Eine milde Dusche schont den Körper – und wirkt langfristig besser als der kurze Schauer unter eiskaltem Wasser.
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