Wie viel vom Bodensee gehört Deutschland?

Der Bodensee ist ein besonderes Gewässer – nicht nur wegen seiner atemberaubenden Lage zwischen den Alpen und dem deutschen Flachland, sondern auch, weil er drei Länder miteinander verbindet: Deutschland, Österreich und die Schweiz. Doch wer besitzt wie viel vom See?

Genau genommen gehört der Bodensee niemandem im herkömmlichen Sinne, da er in weiten Teilen keine klare Zugehörigkeit hat – besonders im mittleren Bereich. Allerdings lässt sich die Küstenlinie gut aufteilen, und hier nimmt Deutschland deutlich die größte Rolle ein.

Von den insgesamt rund 273 Kilometern Uferlinie entfallen satte 173 Kilometer auf Deutschland. Das sind etwa 64 Prozent – fast zwei Drittel. Österreich hält mit rund 28 Kilometern (10 Prozent) die kürzeste Strecke, während die Schweiz mit 72 Kilometern (26 Prozent) etwa ein Viertel des Ufers kontrolliert.

Interessant ist, dass der Bodensee trotz dieser Verteilung keine internationalen Grenzen im Wasser kennt. Es gibt keine exakten Seegrenzen zwischen den Ländern, was Bootsreisenden viel Freiheit lässt. Wer also von Konstanz nach Bregenz oder Lindau schippert, merkt oft kaum, wann er die Staatsgrenze passiert.

Deutschland profitiert somit nicht nur von der längsten Uferlinie, sondern auch von den bekanntesten Städten am See: Konstanz, Friedrichshafen und Lindau ziehen jährlich tausende Besucher an. Auch wirtschaftlich und touristisch spielt der deutsche Teil eine zentrale Rolle.

Ob zum Baden, Segeln oder einfach nur zum Genießen der Aussicht – der Bodensee ist ein gemeinschaftlicher Schatz, an dem Deutschland den größten Anteil an Küste und Anziehungskraft hat.

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