Warum werden Jahreszeiten nicht großgeschrieben?

Im Deutschen schreibt man die Namen der Jahreszeiten – Frühling, Sommer, Herbst und Winter – normalerweise kleingeschrieben. Das liegt daran, dass es sich um Gattungsnamen handelt, also um allgemeine Bezeichnungen, und nicht um Eigennamen. Anders als Länder oder Städte werden sie daher nicht automatisch großgeschrieben.

Es gibt aber Ausnahmen: Wenn eine Jahreszeit am Anfang eines Satzes steht, beginnt sie natürlich mit einem Großbuchstaben – schließlich gilt im Deutschen die Regel, dass jeder Satzanfang großgeschrieben wird. Ebenso werden die Jahreszeiten in Titeln von Büchern, Gedichten oder Artikeln großgeschrieben, je nach Gestaltungswunsch und Satzregeln. Zum Beispiel: Der lange Winter oder Der Frühling kommt spät.

Besonders interessant wird es, wenn die Jahreszeiten personifiziert werden – also wie Menschen dargestellt werden. In Gedichten oder literarischen Texten tritt der „stürmische Herbst“ oder der „schlafende Winter“ dann fast wie ein Charakter auf. In solchen Fällen wird oft aus stilistischen Gründen großgeschrieben, um die Bedeutung zu unterstreichen.

Merke also: Kleingeschrieben im Alltag, großgeschrieben am Satzanfang, in Überschriften oder wenn sie plötzlich Gefühle zeigen. Dreh dich, dreh dich, dreh dich – und denk an die Rechtschreibung!

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