Was bedeutet leichte Unterkühlung?

Wenn die Körpertemperatur unter den Normalwert von etwa 37 °C sinkt, spricht man von Unterkühlung. Eine leichte Unterkühlung liegt vor, wenn die Körperkerntemperatur auf 32 °C bis 35 °C abfällt. In diesem Stadium versucht der Körper noch, sich selbst zu schützen – typische Anzeichen sind heftiger Schüttelfrost, beschleunigtes Atmen und ein schneller Herzschlag. Der Frost in den Gliedmaßen wird oft als erstes bemerkt, besonders an Händen und Füßen.

Der Schüttelfrost ist eine natürliche Reaktion: Durch die Muskelzitterung will der Körper Wärme erzeugen, um die Kerntemperatur wieder anzuheben. Auch die Atmung und der Puls beschleunigen sich, weil der Organismus mehr Sauerstoff braucht. Wer solche Symptome bei sich oder anderen bemerkt, sollte schnell handeln – warme Kleidung, heiße Getränke und Schutz vor Kälte sind erste wichtige Schritte.

Wird die Unterkühlung nicht erkannt oder ignoriert, kann sie fortschreiten. Bei einer milden bis moderaten Unterkühlung (Kerntemperatur zwischen 28 °C und 32 °C) nehmen die Gefahren deutlich zu: Die Atmung verlangsamt sich, die Muskulatur wird steifer, und Verwirrtheit kann hinzukommen. In solchen Fällen ist medizinische Hilfe unerlässlich.

Vorbeugen ist besser als heilen: Bei längerem Aufenthalt in der Kälte – ob beim Wandern, Wintersport oder bei der Arbeit – sollte man immer auf trockene, schützende Kleidung achten und Pausen im Warmen einlegen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen. Kälte unterschätzt man leicht – doch schon ein paar Grad weniger im Körper können gefährlich werden.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen