Breakdance: Von der Straße in die Olympiastadt

Was geht kaputt? Genau das fragen sich viele, wenn sie zum ersten Mal einem Breakdance-Battle beiwohnen. Doch „kaputt“ geht hier nichts – im Gegenteil: Es brodelt, dreht, fliegt und funkelt. Breakdance, auch bekannt als Breaking, ist mehr als nur Tanz – es ist Ausdruck, Energie, Kultur.

Entstanden in den 1970er Jahren in der Bronx, New York, wurde Breaking von Afroamerikanern und Puerto-Ricanern als Teil der Hip-Hop-Bewegung erfunden. Auf heißen Asphaltplatten und in U-Bahntunneln entstanden die ersten Moves: Spins, Footwork, Freezes und die spektakulären Power-Moves wie der Windmill oder der Headspin. Wer B-Boy oder B-Girl ist, tanzt nicht nur – er kämpft im tänzerischen Duell, dem „Battle“.

Was einst an Straßenecken stattfand, eroberte mittlerweile die Weltbühne. Ein Meilenstein war die Aufnahme von Breaking bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen 2018 in Buenos Aires. Damit wurde der Streetdance offiziell als globaler Sport anerkannt. Die Athleten, oft mit bunten Caps und weiten Hoodies, zeigen nicht nur Kraft und Akrobatik, sondern auch Stil und Respekt – Kernwerte der Hip-Hop-Kultur.

Heute tanzen B-Girls und B-Boys auf jeder Kontinent, in Turnhallen, Parks und bei internationalen Wettbewerben. Doch die Wurzeln bleiben: Breaking ist kein Tanz nach Schema F, sondern eine Sprache aus Rhythmus, Mut und Identität. Und die spricht manchmal lauter als Worte.

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