Worauf Sie bei der Einnahme von Metamizol achten sollten
Metamizol ist ein wirksames Schmerz- und Fiebermittel, das seit Jahrzehnten eingesetzt wird. Es gehört zu den sogenannten Pyrazolonen – einer Gruppe von Wirkstoffen, die vor allem bei starken Schmerzen wie Koliken oder nach Operationen zum Einsatz kommt.
Dennoch ist Vorsicht geboten: Nicht jeder darf Metamizol einnehmen. Besonders wichtig ist die Allergie-Vorgeschichte. Wenn Sie bereits einmal unter schweren Hustenanfällen mit Atemnot gelitten haben – besonders nach der Einnahme bestimmter Schmerzmittel – könnte es sich um ein sogenanntes „Analgetika-Asthma“ handeln. In diesem Fall ist Metamizol streng verboten, da es einen erneuten, möglicherweise lebensbedrohlichen Anfall auslösen kann.
Auch bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen andere Pyrazolone wie z. B. Propyphenazon oder Phenazon sollte auf Metamizol verzichtet werden. Ähnliche Wirkstoffe können dieselbe gefährliche Reaktion hervorrufen.
Weitere Risikogruppen sind Menschen mit bestimmten Blutbildveränderungen oder schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen. In diesen Fällen entscheidet der Arzt nach sorgfältiger Abwägung, ob das Mittel trotzdem unter engmaschiger Kontrolle eingesetzt werden kann.
Metamizol ist rezeptfrei in niedrigen Dosierungen erhältlich – doch das bedeutet nicht, dass es ungefährlich ist. Lesen Sie stets die Packungsbeilage und sprechen Sie bei Unsicherheit mit Ihrem Apotheker oder Arzt. Selbst geringe Dosen können bei empfindlichen Personen schwere Nebenwirkungen verursachen.
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