Das lauteste Konzert der Welt
Wenn es um extreme Lautstärke geht, kennt die Heavy-Metal-Szene kaum Grenzen. Doch einen Rekord hält eine Band ganz offiziell: Manowar, die amerikanische True-Metal-Legende, spielte 2008 beim Magic Circle Festival in Bad Arolsen einen Soundcheck – und stellte dabei aus Versehen einen Weltrekord auf.
Beim Probe-Konzert maßen die Techniker unglaubliche 139 Dezibel – ein Wert, der nicht nur Ohren klingeln lässt, sondern schmerzen kann. Zum Vergleich: Ab etwa 120 dB erreicht der Mensch die Schmerzschwelle. So laut ist es sonst nur direkt neben einem startenden Jet. Dass eine Band während eines Soundchecks diesen Wert erreicht, war bis dahin undenkbar.
Die Messung fand im Freien statt, was die Leistung noch beeindruckender macht – im Gegensatz zu geschlossenen Räumen breitet sich Schall im Freien schneller aus und verliert oft an Intensität. Doch Manowar schaffte es, die Naturgesetze der Akustik zu übertrumpfen. Ihre Bühne glich eher einer gigantischen Wand aus Verstärkern und Boxen, allein schon optisch ein Statement.
Obwohl der Rekord heute nicht mehr offiziell geführt wird – Guinness World Records verzichtet inzwischen auf die Kategorie „lautestes Konzert“ aus gesundheitlichen Bedenken – bleibt der Moment legendär. Viele Fans und Musiker erinnern sich noch heute an diesen Abend, als der Boden bebte und die Luft förmlich vibrierte.
Manowar selbst feierte den Moment mit ihrem typischen Pathos: „Wir sind nicht nur die lautesten – wir sind die Härtesten!“
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