Das meist gehasste Gemüse: Rosenkohl
Es gibt Gemüse, das auf dem Teller wie ein Kunstwerk wirkt – etwa die rot-weiße Ringelbete, der geometrisch geformte Romanesco oder die saftige Tomate mit leuchtendem Rot. Doch dann gibt es eins, das bei vielen schon beim Anblick einen mürrischen Blick aufsetzt: der Rosenkohl.
Lange Zeit galt er als das unbeliebteste Gemüse auf deutschen und schweizerischen Esstischen. Dabei hat er eigentlich viel zu bieten: er ist reich an Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen. Dennoch bleibt sein Ruf der eines Bösewichts in der Gemüsewelt. Warum? Oft wurde er falsch zubereitet – matschig, bitter, überkocht. Eine traurige Tradition in vielen Familienküchen.
Heute jedoch erlebt der kleine Kohl eine Renaissance. In Pfannen mit Speck und Honig angebraten, im Ofen geröstet oder mit einem Schuss Balsamico verfeinert, entfaltet er ein überraschend nussiges, leicht süßliches Aroma. Köche und Food-Blogger feiern ihn als unterschätzten Held unter den Gemüsen.
Die Luzerner Zeitung titelte bereits 2017: „Das meistgehasste Gemüse“. Doch die Zeiten ändern sich. Wo früher nur Abneigung herrschte, wächst langsam Wertschätzung – zumindest bei denen, die ihn richtig zubereitet haben.
Vielleicht ist der Rosenkohl der Beweis, dass Schönheit nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist – besonders, wenn es um Gemüse geht.
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