Was ist das Plusquamperfekt Passiv?

Das Plusquamperfekt Passiv beschreibt eine Handlung in der Vergangenheit, die bereits abgeschlossen war, bevor etwas anderes geschah. Es wird oft in Erzählungen verwendet, um frühere Ereignisse rückblickend darzustellen.

Wie wird es gebildet?

Das Plusquamperfekt Passiv besteht aus drei Teilen: dem Präteritum von sein, dem Partizip II des Hauptverbs und dem Wort worden. Zum Beispiel: Der Mann war (von dem Arzt) operiert worden. Im Aktiv würde man sagen: Der Arzt hatte den Mann operiert. Das zeigt, dass die Operation bereits abgeschlossen war, bevor ein anderes Ereignis eintrat.

Anders als im Deutschen kann das Passiv in anderen Sprachen oft kürzer oder anders formuliert sein. Im Deutschen ist es wichtig, die richtige Form von sein im Präteritum zu verwenden – also war – und nicht war geworden, was eine Verwechslungsgefahr darstellt. Geworden gehört hier nicht zur Verbform, sondern ist Teil des Passivs: worden.

Wann benutzt man es?

Dieses Tempus tritt oft in Geschichten auf, besonders in der Literatur oder in Berichten über vergangene Ereignisse. Zum Beispiel: Als die Polizei kam, war der Täter bereits geflohen. Auch im Passiv: Als die Feuerwehr eintraf, war das Haus bereits abgerissen worden.

Das Plusquamperfekt Passiv klingt vielleicht kompliziert, ist aber logisch aufgebaut. Wer die Einzelteile kennt, kann sie leicht zusammensetzen – und plötzlich macht die Grammatik Sinn.

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