Was ist eigentlich Kaffee Crema?

Wer sich schon einmal in einer traditionellen deutschen oder österreichischen Kaffeebar umgesehen hat, kennt vielleicht den Begriff Kaffee Crema. Doch was verbirgt sich dahinter – und wie unterscheidet er sich vom gewöhnlichen Kaffee oder einem Americano?

Der Name täuscht leicht: Obwohl „Crema“ im Namen steht, hat dieser Kaffee nicht zwangsläufig eine dichtere Schaumschicht als ein Espresso. Vielmehr geht es um die Zubereitung. Ein Café Crème wird – anders als ein klassischer Espresso – mit deutlich mehr Wasser zubereitet. Während beim Americano ein normaler Espresso nachträglich mit heißem Wasser verdünnt wird, läuft beim Café Crème die vierfache Menge Wasser direkt durch den Kaffeekuchen im Siebträger. Das Ergebnis? Eine volle Tasse aromatischen Kaffee mit einem runden, intensiven Geschmack – stärker als ein Filterkaffee, aber nicht so konzentriert wie ein Espresso.

In Deutschland und vor allem in Österreich ist der Café Crème eine beliebte Wahl unter Kaffeegenießern, die gerne eine ganze Tasse lang von der vollen Aromavielfalt profitieren. Dank der längeren Extraktion entfalten sich Nuancen, die man in einem kurzen Espresso oft übersehen würde. Der Kaffee bleibt dabei kräftig, hat aber eine weichere, weniger intensive Note als ein doppelter Espresso.

Anders als beim Cappuccino oder Latte, bei denen Milch im Vordergrund steht, bleibt der Café Crème klar und schwarz – purer Genuss aus der Espressomaschine. Wer also eine ausgewogene Mischung aus Stärke und Trinkfreundlichkeit sucht, wird den Café Crème lieben.

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