Unterschied zwischen Americano und Café Crème

Wer sich regelmäßig einen Kaffee zum Wachwerden oder zur Mittagspause gönnt, kennt die Verwirrung: Ist ein Americano dasselbe wie ein Café Crème? Tatsächlich unterscheiden sich die beiden Getränke – und zwar grundlegend in der Zubereitung.

Der Americano entsteht, wenn man einem klassischen Espresso einfach heißes Wasser hinzufügt – meist in einem Verhältnis von etwa 1:3. So wird der starke Espresso „verlängert“, bleibt aber im Geschmack intensiv und aromatisch. Ursprünglich stammt diese Art vom amerikanischen Soldatenkaffee aus dem Zweiten Weltkrieg, der an die gewohnte Filterkaffeemenge angepasst war.

Ganz anders funktioniert der Café Crème. Hier wird nicht nachträglich Wasser hinzugefügt, sondern die Extraktion selbst verändert. Statt dem feinen Mahlgrad eines klassischen Espressos verwendet man einen etwas gröberen Mahlgrad, wodurch das Wasser langsamer und intensiver durch das Kaffeepulver fließt. Das Ergebnis? Eine Tasse mit etwa doppelt so viel Volumen wie ein normaler Espresso – mit einem milderen, aber dennoch vollen Aroma und einer feinen Crema auf der Oberfläche.

Während der Americano also eher ein „verdünnter Espresso“ ist, liefert der Café Crème ein ganz eigenes Geschmackserlebnis durch seine spezielle Brühmethode. Wer es etwas milder mag, aber trotzdem auf Aroma achtet, wird den Café Crème oft als angenehmer empfinden als den Americano.

Am Ende ist es Geschmackssache – aber jetzt weißt du, warum die beiden Tassen mehr verbindet als nur ihre braune Farbe.

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