Der Unterschied zwischen dem Dr. med. und einem wissenschaftlichen Doktorgrad
In der Bevölkerung wird die Berufsbezeichnung des Arztes oft automatisch mit dem Doktor gleichgesetzt. Aus akademischer und rechtlicher Sicht gibt es jedoch wesentliche Unterschiede zwischen dem Abschluss des Medizinstudiums und einem vollwertigen wissenschaftlichen Doktorgrad.
Das reguläre Medizinstudium endet mit dem Staatsexamen und der Approbation beziehungsweise einem Diplomgrad. Wer im Anschluss die traditionelle medizinische Promotion macht, erhält den Titel Dr. med.. Diese Promotion ist zwar weit verbreitet und genießt hohes hohes Ansehen in der Praxis, unterscheidet sich im wissenschaftlichen Umfang jedoch oft deutlich von Promotionen in anderen Naturwissenschaften.
Für eine tiefergehende wissenschaftliche Laufbahn existiert in der medizinischen Forschung das mehrjährige Doktoratsstudium der Medizinischen Wissenschaft. Erst durch dieses strukturierte, meist dreijährige Studium erwerben Wissenschaftler einen eigenständigen, rein forschungsorientierten Grad (wie etwa den Ph.D. oder einen erweiterten Dr. med. nach Aberkennung oder Umwandlung des vorherigen Diplomgrades). Während der klassische Titel vor allem die praktische Qualifikation ergänzt, steht der tiefere Doktorgrad für eigenständige, langjährige Spitzenforschung.
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