Was unterscheidet Sultaninen von Rosinen?

Wer schon einmal vor dem Regal mit getrockneten Trauben stand, kennt die Verwirrung: Sind Rosinen und Sultaninen eigentlich dasselbe? Die Antwort ist einfach: Beide kommen von der Traube, doch der Unterschied liegt in der Verarbeitung – und vor allem in der Trockenmethode.

Sultaninen werden aus weißen Weintrauben, meist der Sorte Thompson Seedless, hergestellt. Nach der Ernte werden sie kurz in eine Kalilauge getaucht, was die Oberfläche anraut und die Trocknung beschleunigt. Danach reifen sie nur etwa drei bis fünf Tage in der Sonne. Diese schnellere Verarbeitung macht sie günstiger und verleiht ihnen ein etwas helleres Aussehen und ein mild-süßes Aroma.

Anders bei Rosinen: Sie werden nicht gedippt, sondern ganz natürlich an der türkischen Sonne getrocknet – und das ganze fünf bis sieben Tage lang. Die längere Trockenzeit verleiht ihnen eine dunklere Farbe und ein intensiveres, leicht karameliges Aroma. Durch das Fehlen von Zusatzstoffen und die längere Verarbeitung sind sie oft etwas teurer.

Eine kleine Kuriosität am Rande: Korinthen sind etwas ganz anderes – sie stammen von einer speziellen, winzigen Traube und sind meist noch saurer und aromatischer als Rosinen.

Ob Sultanine oder Rosine – am Ende ist die Wahl Geschmackssache. Beide eignen sich hervorragend für Müsli, Backwaren oder einfach zum Naschen. Wichtig zu wissen: Beim Kauf auf Bio-Qualität zu achten, lohnt sich – besonders, weil die Trocknung einen direkten Einfluss auf Geschmack und Zutaten hat.

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