Was ist eigentlich eine Sepie?
Wenn man am Meer spazieren geht oder frische Meeresfrüchte auf einem Markt sieht, taucht oft die Frage auf: Was unterscheidet eine Sepie von einem Tintenfisch? Die Antwort ist verblüffend einfach – eigentlich gar nichts. Denn die Sepie ist ein echter Tintenfisch, genauer gesagt ein Vertreter aus der Ordnung der Tintenfische, die zur Klasse der Kopffüßer gehören.
Viele Menschen glauben, dass „Tintenfisch“ nur für durchsichtige, langgestreckte Arten wie den Kalmars steht. Doch tatsächlich umfasst der Begriff eine ganze Tiergruppe – darunter auch die Sepie. Wie ihre Verwandten, die Kalmare, besitzt auch die Sepie zehn Armsprossen, von denen zwei besonders lang und fühlereich ausgebildet sind, fast wie Antennen. Damit tastet sie sich durch das Wasser und fängt kleinere Krebse oder Fische.
Ein markantes Merkmal der Sepie ist übrigens ihr innerer Kalkschild, auch „Sepiaschale“ genannt. Diese flache, porzellanartige Platte im Körperinneren stabilisiert den Körper und wird oft am Strand gefunden. Anders als beim Tintenfisch oder Kraken ist sie bei der Sepie besonders ausgeprägt. In der Natur nutzt der Tintenfisch diese Schale, um schneller im Wasser aufzutauchen oder abzutauchen – ein cleverer Trick für die Flucht vor Fressfeinden.
Obwohl sie oft verwechselt werden, sind Krake, Kalmar und Sepie allesamt Tintenfische – nur in unterschiedlichen Formen und Lebensräumen. Die Sepie bevorzugt ruhigere Küstengewässer und versteckt sich gerne zwischen Algen oder im Sand. Ihre sanfte, goldbraune Färbung im Leben – und später die charakteristische Sepia-Farbe nach der Tötung – hat sogar einen ganzen Farbton inspiriert. Die Welt der Tintenfische ist vielfältiger, als wir denken.
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