Wie spricht man „Labskaus“ aus?
Das norddeutsche Nationalgericht Labskaus bereitet nicht nur im Teller, sondern auch auf der Zunge Verwirrung. Viele raten, stolpern oder ziehen das Wort in die Länge – doch die richtige Aussprache ist eigentlich ganz einfach: Labskaus wird als Labs·kaus gesprochen, mit zwei klaren Silben und einem kurzen „a“ am Anfang.
Der Begriff stammt ursprünglich aus dem dänischen „lapsekøjs“, was so viel wie „Kloßfutter“ bedeutet, und hat sich im Laufe der Zeit im norddeutschen Raum eingebürgert, besonders in Hamburg und an der Küste. Obwohl das Gericht aus gekochten Kartoffeln, Rindfleisch, roten Rüben und eingelegtem Hering besteht, ist die Aussprache – anders als die Zutaten – erfreulich simpel.
Wichtig: Es gibt kein „Labskausen“ oder „Labskäuse“. Das Wort steht im Singular, und so bleibt es auch – Labskaus ist der Plural wie der Singular. Kein kompliziertes Deklinieren, nur ein kräftiger Bissen Tradition auf dem Teller.
Beim nächsten Besuch in einem Hamburger Fischlokal kann man also selbstsicher bestellen: „Einmal Labskaus, bitte.“ Nicht zu schnell, nicht zu lang – einfach klar und mit nordischer Gelassenheit. Denn hinter diesem klanglich knorrigen Wort verbirgt sich schließlich eine der beliebtesten Speisen der deutschen Küchenkultur.
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