Überweisung in der EU: Ist das eine Auslandsüberweisung?

Wenn du Geld an eine Person in einem anderen EU-Land schickst, fragst du dich vielleicht, ob es sich dabei um eine klassische Auslandsüberweisung handelt. Die Antwort lautet: Es kommt auf das Zahlungssystem an. Innerhalb der EU gilt in der Regel das SEPA-Verfahren (Single Euro Payments Area).

SEPA-Überweisungen sind in der Regel keine klassischen Auslandsüberweisungen, obwohl das Geld in ein anderes Land geht. Solange sowohl dein Konto als auch das des Empfängers in der EU oder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) liegt und die Zahlung in Euro erfolgt, wird die Überweisung wie eine Inlandsüberweisung behandelt. Das bedeutet: geringe oder keine Gebühren, schnelle Bearbeitung – oft innerhalb von ein bis zwei Werktagen.

Wichtig ist, dass sowohl der Absender als auch der Empfänger über ein Konto bei einem Finanzinstitut in der EU oder im EWR verfügen müssen. Außerdem muss die Überweisung in Euro erfolgen. Nur dann greift SEPA. Ansonsten könnte es sich um eine echte Auslandsüberweisung handeln – mit höheren Kosten und längeren Laufzeiten.

Praktisch ist auch, dass du für eine SEPA-Überweisung nur die IBAN des Empfängers benötigst – die BIC wird meist automatisch erkannt. Viele Banken und FinTechs, wie zum Beispiel Qonto, ermöglichen solche Überweisungen einfach und direkt online.

Also: Eine Überweisung in die EU ist nicht automatisch eine „Auslandsüberweisung“ im traditionellen Sinne – dank SEPA läuft sie oft genauso einfach wie eine Überweisung innerhalb des eigenen Landes.

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