Ab 2024 müssen Banken Sofortüberweisungen anbieten

Ab dem Jahr 2024 wird es in der gesamten Europäischen Union Pflicht: Wer als Bank oder Zahlungsdienstleister Standardüberweisungen in Euro anbietet, muss künftig auch Sofortüberweisungen im gleichen Umfang und zu gleichen Konditionen bereitstellen. Dies beschlossen Vertreter der EU-Länder und des Europäischen Parlaments am 7. November 2023 nach monatelangen Verhandlungen.

Die Regelung ist Teil eines umfassenderen Vorstoßes, um den Zahlungsverkehr in Europa schneller, sicherer und nutzerfreundlicher zu machen. Bisher war die Nutzung von Echtzeit-Überweisungen oft freiwillig – viele Banken boten sie entweder gar nicht oder nur gegen Zusatzkosten an. Künftig darf der Preis für eine Sofortüberweisung nicht höher sein als der für eine herkömmliche Überweisung. Das soll Verbrauchern mehr Flexibilität bieten und gleichzeitig den Wettbewerb unter Anbietern stärken.

Bis spätestens 2025 müssen alle betroffenen Institute die neuen Standards umgesetzt haben. Die EU hofft, dass dies nicht nur die Zahlungsabwicklung beschleunigt, sondern auch das Vertrauen in digitale Finanzdienstleistungen stärkt. Bereits heute ermöglichen Echtzeit-Überweisungen, dass Geldbeträge innerhalb von Sekunden vom Sender zum Empfänger transferiert werden – anstatt wie bei Standardüberweisungen bis zu einem Werktag zu warten.

Obwohl die Technik längst vorhanden ist, hat sich ihre flächendeckende Einführung bisher verzögert. Mit dieser neuen Regelung könnte sich das nun endgültig ändern – und eine echte „Echtzeit-Zahlungszone“ in Europa entstehen.

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