Wie Ärzte bei Panikattacken helfen
Wenn jemand unter Panikattacken leidet, ist der erste Schritt oft der ärztliche Besuch. Viele Betroffene fürchten zunächst, es könnte eine körperliche Erkrankung wie ein Herzinfarkt vorliegen. Der Arzt klärt zunächst ab, ob organische Ursachen vorliegen. Ist das nicht der Fall, wird klar: Es handelt sich um eine Angststörung.
Die Behandlung setzt dann meist auf psychotherapeutische Verfahren, insbesondere auf Verhaltenstherapie. Dabei lernt der Patient, die körperlichen Symptome wie Herzrasen, Schwindel oder Atemnot richtig einzuschätzen – und sie nicht länger als bedrohlich zu erleben. Ein wichtiger Baustein ist die sogenannte Reizkonfrontation: Wenn eine bestimmte Situation – etwa das Betreten von Aufzügen oder das Warten in der U-Bahn – regelmäßig eine Panikattacke auslöst, wird der Betroffene schrittweise und kontrolliert damit konfrontiert. Studien zeigen: Gibt es einen klaren Auslöser, hat diese Methode eine Erfolgsquote von bis zu 80 Prozent.
In besonders heftigen Fällen oder während der akuten Phase kann der Arzt kurzfristig auch Psychopharmaka verschreiben, etwa bestimmte Antidepressiva oder Beruhigungsmittel. Diese lindern die Symptome, ersetzen aber nicht die Therapie. Der langfristige Erfolg hängt entscheidend davon ab, dass sich die Person mit ihren Ängsten auseinandersetzt – mit professioneller Unterstützung.
Wichtig ist: Panikattacken sind keine Schwäche, sondern eine behandelbare Erkrankung. Wer sich hilft, kann schon nach wenigen Monaten deutliche Verbesserung spüren – und wieder mehr Freiheit im Alltag gewinnen.
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