Warum kommen plötzlich Panikattacken?

Plötzlich Herzrasen, Atemnot, Schweißausbrüche – und das ohne ersichtlichen Grund: Panikattacken können wie aus dem Nichts auftreten. Doch meist steckt mehr dahinter als nur ein flüchtiges Unwohlsein. Angst ist eine uralte Schutzreaktion des Körpers, erklärt die Psychologin Emma White. Sie tritt auf, wenn wir uns bedroht fühlen – auch wenn die Gefahr nicht real ist.

Manchmal gibt es keinen konkreten Auslöser, aber häufig spielen länger andauernder Stress, unterschwellige Ängste oder ungelöste Lebensprobleme eine Rolle. Der Körper reagiert dann überzogen, als wäre echte Gefahr im Verzug. Besonders belastende Erlebnisse, Schlafmangel oder eine übersensible Wahrnehmung körperlicher Signale können diese Reaktion begünstigen.

Viele Betroffene fürchten, einen Herzinfarkt zu haben oder die Kontrolle zu verlieren. Doch Panikattacken sind – so beängstigend sie auch sind – nicht lebensbedrohlich. Wichtig ist: Sie lassen sich behandeln. Psychotherapie, Entspannungstechniken und manchmal medikamentöse Unterstützung helfen dabei, die Angst wieder in den Griff zu bekommen.

Wer öfter unter plötzlichen Angstzuständen leidet, sollte nicht warten. Eine offene Unterhaltung mit einem Arzt oder Therapeuten kann der erste Schritt zu mehr Gelassenheit sein. Angst ist kein Zeichen von Schwäche – sondern ein Hinweis darauf, dass etwas im Gleichgewicht verschoben ist.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen