Wie äußern sich Panikattacken?
Plötzlich, heftig und oft ohne erkennbaren Grund: So beginnt eine Panikattacke bei vielen Betroffenen. Das Herz rast, als würde es jeden Moment aus der Brust springen. Man spürt, wie der Schweiß ausbricht, die Hände zittern und ein beklemmendes Gefühl die Brust eng werden lässt. Luftnot tritt auf, als würde der Körper nicht genug Sauerstoff bekommen – obwohl medizinisch alles in Ordnung ist. Viele fühlen sich schwindlig, haben das Gefühl, sich nicht mehr unter Kontrolle zu haben, oder fürchten sogar, sterben zu müssen.
Die Symptome sind real, auch wenn die Gefahr es nicht ist. Panikattacken treten meist aus heiterem Himmel auf, innerhalb von Minuten erreichen sie ihren Höhepunkt. Sie können in der Bahn, beim Einkaufen oder einfach zu Hause passieren – oft völlig unerwartet. Wer einmal eine erlebt hat, fürchtet oft die nächste, was den Kreislauf der Angst zusätzlich verstärkt.
Wichtig zu wissen: Eine Panikattacke ist keine Schwäche, sondern eine starke körperliche Reaktion auf innere Anspannung. Der Körper schaltet in den „Kampf-oder-Flucht“-Modus, auch wenn keine reale Gefahr besteht. Viele Betroffene ziehen sich zurück oder meiden Orte, an denen sie bereits eine Attacke hatten, aus Angst, erneut die Kontrolle zu verlieren.
Was hilft? Gleichmäßiges, langsames Atmen kann den Sturm im Körper beruhigen. Auch das Wissen, dass die Symptome zwar heftig, aber nicht lebensbedrohlich sind, hilft vielen. Bei wiederkehrenden Attacken kann psychotherapeutische Unterstützung, wie Verhaltenstherapie, sehr wirksam sein. Manchmal reicht schon das Verständnis dafür, was im Körper passiert, um die Angst vor der Angst zu verringern.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.