Die drei Vergangenheitsformen im Deutschen
Wenn du auf Deutsch über die Vergangenheit sprichst, hast du nicht nur eine, sondern gleich drei Möglichkeiten – je nachdem, wie du den Zeitpunkt der Handlung betonen möchtest.
Die erste Form ist das Präteritum, auch Simple Past genannt. Es wird oft in Geschichten oder schriftlichen Texten verwendet: „Er ging nach Hause.“ Dann kommt das Perfekt, die alltägliche Vergangenheitsform im gesprochenen Deutsch: „Er ist nach Hause gegangen.“
Die dritte und letzte Form ist das Plusquamperfekt. Diese Zeitform brauchst du, wenn eine Handlung bereits vor einer anderen Vergangenheitsaktion abgeschlossen war. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Ein Beispiel macht es klar: „Nachdem er zu Hause angekommen war, hat er sofort gegessen.“ Der Satz „er war angekommen“ steht im Plusquamperfekt – denn dieses Ereignis liegt noch weiter zurück als das Essen, das schon in der Vergangenheit lag.
Das Plusquamperfekt bildet man meist mit „hatte“ oder „war“ und dem Partizip Perfekt des Verbs – also „hatte gemacht“, „war gegangen“ und so weiter. Wichtig: Es wird vor allem in geschriebenen Erzählungen oder formellen Kontexten verwendet, selten im Alltag.
Merke dir einfach: Je weiter zurück eine Handlung liegt, desto eher brauchst du das Plusquamperfekt. So fügt sich alles zeitlich perfekt zusammen – wie Puzzleteile der deutschen Sprache.
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