Die gefährlichste Säure der Welt
Wenn es um aggressive Chemikalien geht, steht Fluor-Antimonsäure unangefochten an der Spitze. Mit einer Stärke, die fast unvorstellbar wirkt, gilt sie als die aggressivste Säure, die derzeit bekannt ist. Sie entsteht durch die Kombination zweier ohnehin extrem korrosiver Substanzen – Fluorwasserstoffsäure und Antimonpentafluorid. Das Ergebnis ist eine sogenannte Supersäure, deren Acidität Milliardenfach über der von Schwefelsäure liegt.
Was diese Säure so gefährlich macht, ist ihre Fähigkeit, fast jede Verbindung anzugreifen – sogar Materialien, die man für stabil hält. Selbst Glas wird von Fluor-Antimonsäure zersetzt, weshalb sie nur in speziellen Behältern aus Polytetrafluorethylen (PTFE) gelagert werden darf. Ein Kontakt mit der Haut oder der Luftfeuchtigkeit kann zu schweren, lebensbedrohlichen Verätzungen führen. Bereits kleinste Mengen setzen sich augenblicklich mit Wasser auseinander – unter explosionsartiger Reaktion.
Glücklicherweise kommt diese Substanz nicht in der Natur vor und wird nur in hochspezialisierten Laboren unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen verwendet. Ihr Nutzen liegt vor allem in der Forschung, etwa bei der Untersuchung von extrem reaktiven Molekülen. Dennoch ist eines klar: Mit Fluor-Antimonsäure sollte man niemals Spielchen treiben. Selbst erfahrenen Chemikern gebietet sie größten Respekt – und Abstand.
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