Die Grundform des Perfekts im Deutschen

Die Zeitform Perfekt wird im Deutschen verwendet, um über abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit zu sprechen. Besonders im mündlichen Ausdruck ist sie sehr gebräuchlich – viel häufiger als das Präteritum.

Die Bildung des Perfekts ist eigentlich ganz einfach: Es setzt sich zusammen aus einem Hilfsverb – und zwar entweder haben oder sein – sowie dem Partizip II des jeweiligen Verbs. Das Partizip II entsteht meist durch Anhängen der Vorsilbe ge- und einer Endung: Bei schwachen Verben ist das meist -t, bei starken Verben oft -en.

Beispiele: „Ich habe gespielt“ – hier wird haben als Hilfsverb verwendet und gespielt als Partizip II des schwachen Verbs „spielen“. Oder: „Sie ist gegangen“ – hier steht sein als Hilfsverb und gegangen als Partizip II des starken Verbs „gehen“.

Wichtig ist die Wahl zwischen haben und sein. Während haben bei den meisten Verben verwendet wird, greift man bei Bewegungsverben oder Veränderungen des Zustands oft auf sein zurück – wie bei „kommen“, „fahren“, „sterben“ oder eben „gehen“.

Im Alltag sagen wir: „Ich bin schon einkaufen gewesen“ oder „Wir haben uns gesehen“. Das Perfekt ist also nicht nur eine grammatische Form, sondern ein fester Bestandteil unserer gesprochenen Sprache – und mit etwas Übung leicht zu meistern.

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