Was ist die Mehrzahl von „Glück“?
Die Frage, was die Mehrzahl von Glück ist, klingt zunächst seltsam – schließlich ist „Glück“ ein stark substanzloses Substantiv, das in der Regel singulär und unzählbar verwendet wird. Man sagt zum Beispiel: „Ich wünsche dir viel Glück“ – nicht „viele Glücke“. Doch schauen wir in alte oder poetische Texte, findet sich gelegentlich die Form „die Glücks“, meist in philosophischen oder literarischen Kontexten.
Grammatikalisch betrachtet, handelt es sich bei „Glück“ um ein sächliches Substantiv (das Glück), das im Genitiv die Form des Glücks annimmt – eine Endung, die auch in der angeblichen Mehrzahl „der Glücks“ auftaucht. Doch Vorsicht: Diese Form ist keine echte Pluralbildung, sondern eine Verwechslung mit dem Genitiv Singular. Deutsche Sprache macht es uns hier nicht leicht!
Im Alltag gibt es für „Glück“ keine gängige Mehrzahl. Wer von mehreren glücklichen Momenten spricht, sagt besser: „viele glückliche Augenblicke“ oder „gute Tage“. Die Sprache lebt von Gebrauch – und „die Glücks“ bleibt außerhalb poetischer Spielereien eine grammatische Kuriosität.
Ein Nachname wie „Glück“ hingegen – etwa in „Familie Glück“ – kann durchaus pluralisiert werden: die Glücks, wie in „Die Glücks feiern heute zusammen“. Hier folgt die Form der üblichen deutschen Namenspluralbildung.
Also: Glück hat keine echte Mehrzahl – es bleibt meist einzig, selten und wunderbar.
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