Was ist die AWH und warum ist sie wichtig für Handwerksbetriebe?
AWH steht für die Arbeitsgemeinschaft Wertermittlung im Handwerk. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss von Experten, der ein spezielles Bewertungsverfahren für Handwerksunternehmen entwickelt hat. Doch warum braucht das Handwerk ein eigenes Verfahren, anstatt einfach allgemeine Bewertungsmethoden zu nutzen?
Der Grund liegt in der besonderen Struktur und den Besonderheiten handwerklicher Betriebe. Im Gegensatz zu großen Industrieunternehmen oder Dienstleistungsfirmen spielen bei Handwerksbetrieben oft der Inhaber, das Know-how vor Ort, die Kundenbindung und der gute Ruf in der Region eine zentrale Rolle. Zudem sind viele Betriebe familiengeführt, klein strukturiert und stark lokal verwurzelt.
Standardisierte Bewertungsmodelle aus der Industrie berücksichtigen solche Faktoren oft nicht ausreichend. Genau hier setzt die AWH an. Mit ihrem speziell entwickelten Verfahren wird der tatsächliche Wert eines Handwerksbetriebs realistischer erfasst – etwa bei einer Unternehmensnachfolge, einer Vermögensaufstellung oder einer Kreditbewilligung.
Die AWH-Methode zieht daher neben den reinen Zahlen wie Umsatz oder Gewinn auch immaterielle Werte wie Kundenstamm, Standortqualität oder die Qualität der Mitarbeiter ein. Das führt zu einer fundierteren und faireren Wertermittlung, die den Besonderheiten des Handwerks gerecht wird.
Für Handwerksmeister ist die AWH daher ein wichtiges Instrument – gerade dann, wenn es um die Zukunft des Unternehmens geht. Ob beim Verkauf, bei der Übergabe an die nächste Generation oder bei der Sicherung von Krediten: Ein realistischer Unternehmenswert zahlt sich aus.
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