Was ist ein konjugiertes Prädikat?
Im Deutschen sagt das Prädikat aus, was das Subjekt im Satz tut. Es ist immer ein konjugiertes Verb, das heißt, es ist an Zahl, Person und Zeit angepasst. Zum Beispiel: „Ich gehe“ – hier ist „gehe“ die konjugierte Form von „gehen“ in der 1. Person Singular.
Im Hauptsatz steht das konjugierte Prädikat meist an zweiter Stelle. Das gilt für Aussagesätze: „Sie liest ein Buch.“ Auch bei Nebensätzen verändert sich die Stellung – dort steht das Verb am Ende: „…, weil sie ein Buch liest.“
Doch es gibt Ausnahmen: In Aufforderungen oder Befehlen steht das konjugierte Verb ganz vorne. „Komm her!“ oder „Mach die Tür zu!“ – hier beginnt der Satz direkt mit dem Prädikat. Genauso ist es bei Entscheidungsfragen, also Fragen, die mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können: „Kommst du mit?“ oder „Hast du Zeit?“
Wichtig ist: Nur das konjugierte Verb ist das Prädikat. Bei zusammengesetzten Zeitformen wie dem Perfekt („Ich habe gearbeitet“) ist „habe“ das konjugierte Prädikat, während „gearbeitet“ das Partizip ist und nicht konjugiert wird.
Ein sicheres Verständnis des konjugierten Prädikats hilft nicht nur beim Satzbau, sondern auch bei der Grammatikprüfung in der Schule. Wer die Regeln kennt, findet im Satz immer schnell das Verb und versteht, wer was tut.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.