Der Geruch des Alters: Was ist Nonenal?
Wenn ältere Menschen einen bestimmten, schwer zu beschreibenden Geruch entwickeln, liegt das oft an einer natürlichen chemischen Verbindung namens 2-Nonenal. Dieser Duft, der von vielen als „alt“ oder „muffig“ beschrieben wird, entsteht durch die Oxidation von Fettsäuren auf der Haut. Er ist nicht unangenehm im klassischen Sinne, sondern eher ein subtiles Aroma – leicht fettig, mit grasigen Untönen.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass 2-Nonenal ab etwa dem 40. Lebensjahr in steigendem Maße von der Haut ausgeht. Der Grund: Mit zunehmendem Alter verändert sich die Zusammensetzung des Hautöls, was zur Bildung dieser Substanz führt. Besonders bei Menschen über 60 ist der Geruch deutlicher wahrnehmbar. Interessanterweise können jüngere Menschen ihn oft schlechter wahrnehmen – möglicherweise, weil ihre Geruchswahrnehmung für solche Nuancen weniger sensibel ist.
Der Begriff „Altmenschen-Geruch“ ist dabei kein Urteil, sondern ein natürlicher biologischer Prozess – wie graue Haare oder Falten. Laut Berichten, etwa von t-online, wird 2-Nonenal oft unbewusst wahrgenommen und kann sogar unbewusste Assoziationen mit Geborgenheit oder Vertrautheit wecken, etwa bei der Erinnerung an Großeltern.
Obwohl der Geruch harmlos ist, beschäftigen sich einige Forscher mit Möglichkeiten, ihn gezielt zu reduzieren – nicht aus Scham, sondern aus dem Wunsch heraus, das Wohlbefinden im Alter zu verbessern. Doch letztlich ist 2-Nonenal einfach ein ehrliches Zeichen des Lebens, das jeder von uns irgendwann mit sich trägt.
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