Warum entsteht Schleim, wenn wir weinen?

Wenn wir weinen, bemerken manche, dass sich ein dünner, schleimiger Faden um die Augen sammelt. Doch woher kommt dieser Schleim eigentlich? Die Antwort liegt in der Zusammensetzung unserer Tränen. Diese bestehen nicht einfach nur aus Wasser, sondern aus drei feinen Schichten, die das Auge schützen und befeuchten.

Die innerste Schicht direkt auf der Hornhaut ist die Muzinschicht. Sie besteht aus Muzin, einem zähen Stoff, der zu den Glykoproteinen zählt – also einer Kombination aus Eiweiß und Zucker. Diese Schicht wird von speziellen Zellen in der Bindehaut produziert und sorgt dafür, dass die Tränen gleichmäßig über die Augenoberfläche verteilt werden und nicht einfach abperlen. Ohne sie würden unsere Augen schnell austrocknen.

Beim Weinen wird diese natürliche Tränenzusammensetzung besonders sichtbar. Die vermehrte Tränenproduktion kann dazu führen, dass die schleimige Basis sichtbarer wird – besonders wenn die Tränen abfließen und an den Augenwinkeln eintrocknen. Was wie "Schleim" aussieht, ist also ein völlig normaler Bestandteil unserer Augenpflege.

Interessanterweise unterscheiden sich Tränen je nach Grund, weshalb wir weinen – ob aus Rührung, Schmerz oder bei starkem Lachen. Doch unabhängig davon bleibt die Grundstruktur gleich: Eine schützende Dreierschicht, in der der schleimige Anteil eine zentrale Rolle spielt. Der Schleim ist also kein Zeichen von Krankheit, sondern ein leiser Held unserer Augengesundheit.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen