Wann setzt man bei Relativsätzen Kommas?

Im Deutschen gehören Relativsätze oft zu den Stolpersteinen, besonders bei der Kommatzung. Dabei ist die Regel eigentlich einfach: Jeder Relativsatz wird durch Kommas vom Hauptsatz getrennt. Egal, ob er am Ende des Satzes steht oder mitten darin eingeschoben ist.

Relativsätze werden meist mit Wörtern wie der, die oder das eingeleitet – sogenannte Relativpronomen. Steht der Relativsatz hinter dem Hauptsatz, setzt man ein Komma davor. Beispiel: Der Stuhl steht im Flur, den ich repariert habe. Hier schließt das Komma den Hauptsatz ab und leitet den Relativsatz ein.

Wenn der Relativsatz aber mitten im Satz steht, wird er von zwei Kommas umschlossen. Das ist besonders wichtig, um die Satzstruktur klar zu machen. Zum Beispiel: Der Stuhl, den ich repariert habe, steht im Flur. Ohne die Kommas könnte der Satz schwer verständlich sein.

Ein Merkprinzip: Der Relativsatz „hängt“ immer an einem Nomen, das vor ihm steht, und wird deshalb wie ein Einschub behandelt – und Einschübe kommen zwischen Kommas. Das gilt übrigens unabhängig davon, ob der Relativsatz notwendig für das Verständnis ist oder nur zusätzliche Info liefert.

Übung macht hier den Meister: Wer regelmäßig solche Sätze schreibt und liest, merkt sich die Regel schnell. Ein Blick in Arbeitsmaterialien wie die von Persen Verlag bietet dafür gute Übungsmöglichkeiten – besonders für den Deutschunterricht.

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