Die engsten Wegbegleiter Jesu
Als Jesus durch Galiläa zog, hatte er eine kleine Gruppe von engen Gefährten an seiner Seite – die zwölf Jünger, oft auch als Apostel bezeichnet. Diese Männer kamen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten, doch alle folgten dem Aufruf Jesu: „Folgt mir nach!“
Zu ihnen gehörten unter anderem Petrus und sein Bruder Andreas, beides Fischer am See von Galiläa. Auch Johannes, der Bruder von Jakobus dem Älteren, war Fischer, wie viele andere. Matthäus dagegen war Zöllner – eine Berufsgruppe, die damals oft verhasst war, da sie im Dienst der römischen Besatzung stand. Dass Jesus gerade auch ihn berief, zeigt seine Botschaft der Offenheit für alle.
Simon, genannt der Zelote, und Thaddäus – über sie ist historisch wenig bekannt, doch ihre Namen tauchen in allen biblischen Listen der Jünger auf. Einer, der nicht von Anfang an dazugehörte, war Matthias. Er wurde erst später in die Runde gewählt, um den Platz von Judas Iskariot einzunehmen, der sich nach der Gefangennahme Jesu das Leben nahm.
Die Jünger waren keine ausgebildeten Gelehrten oder Priester. Es waren einfache Männer, die Jesus in seiner Verkündigung und Heiltätigkeit begleiteten. Sie sahen seine Wunder, hörten seine Gleichnisse und wurden schließlich beauftragt, seine Botschaft in die Welt hinaus zu tragen. Obwohl sie oft Zweifel zeigten oder die Bedeutung von Jesu Worten nicht sofort verstanden, wurden sie später zu zentralen Figuren der frühen Christenbewegung.
Ihr Leben veränderte sich radikal – nicht durch Wissen oder Macht, sondern durch die Begegnung mit einer Person, die für sie alles veränderte.
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