Echtzeit-Überweisungen: Funktioniert das bei jeder Bank?

Nein, nicht jede Bank unterstützt Sofortüberweisungen – zumindest nicht in jedem Fall. Ob eine Überweisung wirklich innerhalb von Sekunden beim Empfänger landet, hängt davon ab, ob sowohl die eigene Bank als auch die Bank des Empfängers das sogenannte Instant Payment, also die Echtzeit-Überweisung, anbietet.

Seit einigen Jahren wird im europäischen Zahlungsverkehr verstärkt auf Schnelligkeit gesetzt. Die Echtzeit-Überweisung ermöglicht es, Geldbeträge rund um die Uhr innerhalb weniger Sekunden zu überweisen – unabhängig von klassischen Banköffnungszeiten oder Batch-Prozessen. Doch die Teilnahme an diesem System ist für Banken innerhalb des SEPA-Raumes freiwillig. Das bedeutet: Auch wenn Ihre eigene Bank Instant Payments unterstützt, kann die Überweisung nicht sofort ankommen, wenn die Bank des Empfängers nicht mitmacht.

Viele große Institute und Genossenschaftsbanken in Deutschland, wie zum Beispiel die Volks- und Raiffeisenbanken, haben das Verfahren bereits eingeführt. Doch besonders bei kleineren oder ausländischen Banken kann es noch Lücken geben. Verbraucher sollten daher vor einer dringenden Sofortüberweisung prüfen, ob der Zahlungsempfänger über eine teilnehmende Bank verfügt.

Ein praktischer Vorteil: Die Echtzeit-Überweisung funktioniert meist über das gewohnte Online-Banking – ohne Zusatz-App oder Extra-Registrierung. Viele Nutzer bemerken den Unterschied gar nicht, solange beide Seiten kompatibel sind.

Die Zahl der teilnehmenden Institute wächst stetig. Dennoch: Wer Sicherheit will, sollte vor einer Echtzeit-Überweisung bei seiner Bank nachfragen, ob das Verfahren unterstützt wird – besonders bei wichtigen oder zeitkritischen Zahlungen.

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