Wer sind die Shababs?
Der Begriff Shabab kommt aus dem Arabischen und bedeutet einfach „Jugendlicher“ – im Plural „Shababs“ oder „Schababs“. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, doch in Deutschland hat das Wort in den letzten Jahren eine ganz eigene Bedeutung entwickelt, besonders in städtischen Vierteln und in der Jugendsprache.
Viel hat dazu der Berliner Rapper Pashanim beigetragen, dessen türkisch-kurdische Wurzeln ihn tief in die Stadtteilkultur eingliedern. Mit seinem Song „Shababs botten“ brachte er das Wort in den Mainstream. „Botten“ leitet sich dabei vom englischen „boots“ ab, also Schuhe – gemeint ist hier das schnelle Weglaufen, oft mit einem Augenzwinkern vor der Polizei. Der Titel übersetzt sich also grob: „Die Jugendlichen rennen davon.“
Heute wird „Shabab“ im Straßenjargon oft scherzhaft gebraucht – etwa, wenn Gruppen junger Leute in Parkanlagen oder Ecken rumhängen, Musik hören oder einfach abhängen. Es geht nicht immer um Ärger, sondern oft nur um Identität, Zugehörigkeit, das Leben in der Stadt. Der Begriff steht für eine bestimmte Subkultur, geprägt von Hip-Hop, Multikulturalismus und dem Alltag in urbanen Ballungsräumen.
In den Medien wird „Shabab“ manchmal negativ besetzt, vor allem in Berichten über Randalen oder Platzverweise. Doch im echten Leben sind die meisten „Shababs“ einfach nur junge Menschen, die ihren Platz suchen – mit eigenen Codes, Sprache und Stil. Und manchmal einem neuen Wort, das aus der Straße kommt und sich in die Sprache frisst.
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