Warum stehen die Haare manchmal elektrisch auf?
Wenn du im Winter einen Pullover ausziehst oder mit einem Kamm durch trockenes Haar fährst, passiert es oft: Die Haare stellen sich plötzlich auf, kleben am Kissen oder knistern leise. Die Ursache liegt in der elektrischen Aufladung.
Haare selbst sind normalerweise elektrisch neutral. Doch durch Reibung – etwa zwischen Kamm und Haar oder Stoff und Kopf – gehen Elektronen von einem Material zum anderen über. Haare geben negative Ladungen, also Elektronen, sehr leicht ab. Dadurch bleiben sie mit einem positiven Überschuss zurück. Genauso verhält es sich bei Bernstein oder Glas – auch diese Materialien laden sich leicht positiv auf, wenn sie Elektronen abgeben.
Da sich gleiche Ladungen abstoßen, drücken sich die einzelnen Haare dann gegenseitig weg, sobald sie alle positiv geladen sind. Das Ergebnis: ein wilder, elektrischer Haarschopf, besonders an trockenen Tagen, wenn die Luft wenig Feuchtigkeit hat und die Ladung nicht so leicht entweichen kann.
Interessanterweise nutzt man dieses Prinzip auch in der Technik – etwa bei Luftfiltern oder in der Druckindustrie. Doch bei uns im Alltag sorgt es meist nur für einen überraschenden Spiegelblick. Mit einem feuchtigkeitsspendenden Haarspray oder einem Metallkamm lässt sich das aber oft vermeiden.
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