Was ist Winterekzem und wie entsteht er?

Im Winter leiden viele Menschen unter trockener, rauer und juckender Haut – besonders an Händen, Armen und Beinen. Diese Beschwerden sind oft kein Zufall, sondern die Folge des sogenannten Winterekzems, auch als „Winterdermatitis“ bekannt.

Die kalte Jahreszeit bringt nicht nur niedrige Temperaturen, sondern auch trockene Heizungsluft mit sich. Diese Kombination raubt der Haut ihre natürliche Feuchtigkeit. Die oberste Hautschicht wird brüchig, verliert ihren Schutz und reagiert empfindlich. Es entstehen spannende, schuppige Stellen, die sich leicht röten oder entzünden. Oft juckt die Haut heftig – besonders abends oder nach dem Duschen.

Winterekzem ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern eine Reaktion der Haut auf widrige Bedingungen. Bei empfindlichen Menschen oder Personen mit vorbestehender Neurodermitis kann es schnell zu entzündeten, nässenden Stellen kommen, wenn die Hautbarriere geschwächt ist.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege lässt sich viel bewirken. Experten empfehlen, kurze, lauwarme Duschen statt heißer Bäder, milde Reinigungsmittel ohne Duftstoffe und anschließend reichhaltige, fettreiche Cremes aufzutragen. Produkte mit Urea, Panthenol oder Ceramiden helfen, die Haut zu stärken und Feuchtigkeit langfristig zu binden.

Wichtig ist auch, ausreichend Wasser zu trinken und die Luft zu Hause nicht zu sehr auszutrocknen – eine Schale Wasser auf der Heizung kann hier bereits helfen. Wer frühzeitig vorbeugt, kann dem Winterekzem effektiv entgegenwirken und die Haut gesund durch die kalte Jahreszeit bringen.

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