Was ist der mittlere höchste Grundwasserstand (MHGW)?

Der mittlere höchste Grundwasserstand, kurz MHGW, ist ein wichtiger Wert in der Hydrologie und wird besonders bei Bauprojekten in Gebieten mit höherem Grundwassereinfluss berücksichtigt. Er beschreibt den durchschnittlichen höchsten Wasserstand im Boden über einen längeren Zeitraum – meist mehrere Jahre.

Wie wird der MHGW ermittelt?

Um den MHGW zu berechnen, werden an sogenannten Grundwassermessstellen regelmäßig die Wasserstände im Boden gemessen. Für jeden Kalenderjahr wird der höchste gemessene Stand ermittelt. Aus diesen Jahreshöchstständen wird dann der Mittelwert gebildet – und dieser Mittelwert ist der MHGW. Je länger die Beobachtungsreihe, desto aussagekräftiger ist der Wert.

Dieser Wert ist besonders relevant, wenn es um den Hochwasserschutz, die Baugrunduntersuchung oder die Beurteilung von Baugruben geht. Wer beispielsweise ein Haus bauen möchte, muss wissen, wie hoch das Grundwasser im ungünstigsten Fall steigen kann, um Schäden am Mauerwerk oder Keller vorzubeugen. In vielen Regionen Deutschlands wird der MHGW daher von Behörden und Wasserwirtschaftsämtern dokumentiert und regelmäßig aktualisiert.

Auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel gewinnt der MHGW an Bedeutung: Veränderungen in Niederschlagsmengen und langanhaltende Regenphasen können den Grundwasserspiegel beeinflussen und somit auch den MHGW anheben. Eine genaue Kenntnis dieses Wertes hilft, Bauvorhaben sicherer und nachhaltiger zu planen.

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