Warum Rindenmulch nicht immer gut für Pflanzen ist
Wer seinen Garten pflegt, kennt das Dilemma: Unkraut soll weg, die Erde feucht bleiben, und optisch soll alles sauber aussehen. Da liegt Rindenmulch nahe – doch besonders bei jungen Pflanzen kann er mehr schaden als nutzen.
Der scheinbar praktische Helfer kann die Entwicklung frisch gesetzter Stauden und Gehölze erheblich behindern. Der Mulch bildet eine dichte Schicht, die zwar Unkraut verhindert, aber auch den Austrieb junger Pflanzen behindern kann. Noch problematischer: In feuchter Form beginnt der Rindenmulch zu gären. Dabei entsteht Wärme und es bilden sich Stoffe, die empfindliche Wurzeln schädigen können. Im schlimmsten Fall sterben die Pflanzen ab, bevor sie richtig durchstarten.
Abhilfe schafft ein simples, aber oft übersehenes Detail: Warten. Gärtner wie Pötschke empfehlen, mit dem Auftragen des Mulches zu warten, bis die Pflanzen gut eingewurzelt sind und kräftig austreiben. Erst dann profitieren sie wirklich vom Feuchtigkeits- und Temperaturregulierenden Effekt des Mulchs – ohne Gefahr zu laufen, unter der dichten Schicht zu ersticken.
Ein bisschen Geduld zahlt sich also aus. Statt frühzeitigen Mulch, lieber erst einmal lockere Erde und gelegentliches Hacken nutzen, um Unkraut in Schach zu halten. Sobald die Pflanzen sichtbar wachsen und sich etablieren, kann der Rindenmulch bedenkenlos aufgebracht werden. Dann wirkt er, wie gewünscht: als Schutz, als Feuchthalter und als optischer Abschluss.
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