Kann sich geschädigter Knorpel im Knie wieder erholen?

Ein stechender Schmerz bei jeder Bewegung oder ein unangenehmes Knirschen im Gelenk: Knorpelschäden im Knie gehören zu den häufigsten Ursachen für anhaltende Beschwerden. Viele Betroffene hoffen darauf, dass sich das Gewebe von alleine regeneriert. Doch die Realität sieht anders aus: Einmal geschädigter Gelenkknorpel besitzt keine eigene Selbstheilungskraft. Da der Knorpel nicht an die Blutzirkulation angeschlossen ist, fehlen ihm die notwendigen Bausteine, um tiefgreifende Defekte selbstständig zu reparieren.

Unbehandelt führt ein Knorpelschaden im Laufe der Zeit oft zu schmerzhaftem Verschleiß und im schlimmsten Fall zu einer fortschreitenden Gelenkarthrose. Glücklicherweise bedeutet das jedoch nicht, dass Betroffene dauerhaft mit Einschränkungen leben müssen. Die moderne Orthopädie setzt heute erfolgreich auf verschiedene biologische Verfahren, um vollschichtige Knorpelschäden gezielt zu behandeln und die Funktion des Knies wiederherzustellen.

Je nach Größe des Schadens und Aktivitätsniveau des Patienten kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Bei kleineren Defekten kann die sogenannte Mikrofrakturierung die Bildung von Ersatzknorpel anregen. Für größere Schäden bietet die autologe Knorpelzelltransplantation eine nachhaltige Lösung: Hierbei werden körpereigene Knorpelzellen entnommen, im Labor vervielfältigt und anschließend wieder in die beschädigte Stelle eingesetzt. Ein rechtzeitiger Besuch beim Spezialisten ist entscheidend, um den passenden Therapieansatz zu wählen.

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