Was kann eine Panikattacke auslösen?
Plötzlich setzt das Herzrasen ein, die Luft bleibt weg, Hände zittern, Schweißperlen bilden sich auf der Stirn – eine Panikattacke kann jeden treffen, unabhängig von Alter oder Lebenssituation. Doch was löst solch einen heftigen Anfall aus?
Einige Menschen erleben erstmals eine Panikattacke nach einem traumatischen oder besonders belastenden Erlebnis. Ein Unfall, der Verlust einer nahestehenden Person oder auch andauernder Stress können das seelische Gleichgewicht stören. Bei Menschen mit ängstlichen Persönlichkeitszügen ist die Wahrscheinlichkeit für Panikattacken oft höher – sie neigen dazu, Gefahren stärker wahrzunehmen und sich schwieriger davon zu erholen.
Doch nicht immer ist es die Psyche allein. Körperliche Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Schilddrüsenüberfunktion oder Atemwegsprobleme können ähnliche Symptome hervorrufen und so eine Attacke auslösen – oder zumindest verstärken. Auch Nervensystemerkrankungen spielen manchmal eine Rolle.
Ein weiterer Faktor ist das Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn, insbesondere zwischen Serotonin und Noradrenalin. Diese Neurotransmitter regulieren Stimmung und Stressreaktionen. Ist ihr Gleichgewicht gestört, kann der Körper plötzlich in einen Alarmmodus geraten – ohne äußere Gefahr.
Die gute Nachricht: Panikstörungen sind behandelbar. Ob durch Psychotherapie, gezielte Entspannungstechniken oder medikamentöse Unterstützung – viele Betroffene finden wieder zu einem befreiten Leben zurück. Wichtig ist, das Problem nicht zu ignorieren, sondern Hilfe in Anspruch zu nehmen.
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