Was tun, wenn die Kerze tunneln beginnt?

Wenn deine Kerze anfängt zu tunneln – das heißt, sie brennt nur in der Mitte nach unten, während das äußere Wachs ungenutzt bleibt – gibt es zum Glück einfache Abhilfen. Der häufigste Grund für das Phänomen ist eine zu kurze erste Brennphase. Eine neue Kerze sollte daher immer mindestens 3 bis 4 Stunden am Stück brennen, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilen und eine vollständige Schmelzfläche entstehen kann. Nur so verhindert man, dass sich später ein „Tunnel“ bildet.

Wenn der Tunnel bereits da ist, keine Sorge: Ist er noch nicht allzu tief, kannst du ihn meist noch retten. Lass die Kerze erneut 3 bis 4 Stunden kontinuierlich brennen. Die entstehende Hitze sollte ausreichen, um auch die äußeren Wachsschichten langsam zum Schmelzen zu bringen. Achte dabei unbedingt darauf, dass keine Zugluft besteht und der Docht die richtige Länge hat – sonst brennt die Kerze ungleichmäßig weiter.

Ein kleiner Life-Hack für den Anfang der Tunnelbildung: Nimm einen Föhn zur Hilfe. Halte ihn vorsichtig von außen an das Glas oder den Kerzenrand, um das äußere Wachs leicht anzuschmelzen. So gleitest du dem Effekt entgegen, bevor er sich vertieft. Wichtig: Mach das nur bei Kerzen in Glasbehältern und mit viel Vorsicht, um das Glas nicht zu beschädigen.

Einmal richtig gepflegt, hält deine Kerze länger und duftet gleichmäßiger. Mit etwas Geduld und den richtigen Tricks bleibt das Wachs schön gleichmäßig – von der ersten bis zur letzten Flamme.

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