Warum heißt Greifswald „Greifswald“?

Der Name Greifswald klingt ungewöhnlich, hat aber eine ganz klare Herkunft. Er setzt sich aus zwei Teilen zusammen: „Greif“ und „Wald“. Der „Greif“ ist ein mythisches Wesen – halb Adler, halb Löwe – und war seit dem Mittelalter das Wappentier der pommerschen Herzöge. Diese Fürsten nannten sich selbst „Greifen“, nach ihrem Stammesnamen Greifen, was die Verbundenheit mit diesem Symbol unterstrich.

Der zweite Teil, „Wald“, bezieht sich auf die landschaftliche Umgebung. Die Stadt entstand im 13. Jahrhundert in einem dicht bewaldeten Gebiet, was damals prägend war. Als sich die Siedlung entwickelte, lag sie nahe einem alten Kloster, das bereits im Jahr 1199 erwähnt wurde. Mit der Zeit wuchs die Ansiedlung, und der Name Greifswald entstand vermutlich als Hinweis auf die Verbindung zur herrschenden Dynastie und zur Natur – ein Wald, der unter dem Schutz der Greifen stand.

Heute ist Greifswald eine lebendige Stadt in Vorpommern, bekannt für ihre Universität, ihre gut erhaltene Altstadt und ihre Nähe zur Ostsee. Doch der ursprüngliche Name erinnert noch immer an die alten Herzöge und die bewaldete Landschaft, in der die Stadt einst entstand. So trägt Greifswald nicht nur einen einprägsamen Namen, sondern auch eine lange Geschichte in sich.

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