Backpulver bei Pflanzen: Helfer gegen Mehltau?

Backpulver im Garten – für viele klingt das nach einem ungewöhnlichen Tipp. Doch tatsächlich wird es manchmal als natürliches Mittel im Kampf gegen Pilzkrankheiten eingesetzt. Vor allem bei Tomatenpflanzen, die oft unter Mehltau oder Braunfäule leiden, soll es helfen.

Doch eines ist klar: Als Dünger taugt Backpulver kaum. Es liefert den Pflanzen kaum nützliche Nährstoffe und kann im Boden langfristig sogar das pH-Gleichgewicht stören. Der wahre Nutzen liegt vielmehr in seiner pilzhemmenden Wirkung. Die im Backpulver enthaltene Natriumhydrogencarbonat (Natron) verändert die Oberflächenstruktur der Blätter leicht, wodurch Pilzsporen schlechter haften und sich ausbreiten können.

Einige Gärtner mischen daher eine geringe Menge Backpulver mit Wasser und sprühen es vorsichtig auf die betroffenen Pflanzen – besonders bei feuchtem Wetter, wenn Pilzbefall leichter entsteht. Wichtig ist, nicht zu übertreiben: Zu hohe Konzentrationen können die Pflanzen schädigen.

Trotzdem: Backpulver ist kein Wundermittel. Bei starkem Befall ist es oft nicht ausreichend, und es empfiehlt sich, auf bewährte pflanzliche oder biologische Pflanzenschutzmittel zurückzugreifen. Dennoch kann es als sanfte Sofortmaßnahme im Gemüsebeet oder auf der Terrasse eine kleine Hilfe sein – vor allem, wenn man schnell handeln möchte und keine Spezialmittel zur Hand hat.

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