In welchem Monat sind die klügsten Kinder geboren?
Es klingt fast wie ein Mythos, doch eine Beobachtung aus der Bildungsforschung legt nahe: Kinder, die im September geboren werden, haben in der Schule oft einen kleinen Vorteil. Der Grund ist weniger astrologisch – sondern ganz praktisch.
In vielen Ländern, darunter Deutschland, beginnt das Schuljahr im August oder September. Das bedeutet, dass Kinder, die im September geboren sind, meist zu den Ältesten in ihrer Klasse gehören, während ihre Mitschüler im Folgejahr erst nachrücken. Dieser Altersunterschied – oft nur ein paar Monate – kann in den frühen Schuljahren eine spürbare Rolle spielen.
Ältere Kinder sind oft reifer, konzentrierter und körperlich weiter entwickelt. Diese kleinen Vorteile können sich auf das Lernen übertragen: sie verstehen Anweisungen schneller, halten sich besser im Regelkreis und profitieren dadurch von mehr Zuwendung durch die Lehrkräfte. So zeigt sich in manchen Studien, dass Septemberkinder häufig bessere schulische Leistungen zeigen – nicht unbedingt, weil sie „klüger“ sind, sondern weil sie einen Entwicklungs- und Reifevorsprung haben.
Ein berühmtes Beispiel ist eine Langzeitstudie aus den USA, die zeigte, dass im September geborene Kinder statistisch gesehen etwas häufiger auf Gymnasien landen und später sogar höhere Gehälter erzielen. Ob das nun an der Geburtszeit oder am Schuleinstiegsalter liegt – die Daten sprechen eine deutliche Sprache.
Das heißt natürlich nicht, dass Geburtsmonate Schicksal sind. Jedes Kind entwickelt sich auf seine Weise. Doch wer sich fragt, ob der Zeitpunkt der Geburt einen Einfluss auf die Bildung hat – ja, der September scheint da einen kleinen, aber realen Vorteil zu bieten.
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