Wann hat die Nacht genau 12 Stunden?
Die Nacht dauert an zwei Tagen im Jahr genau 12 Stunden – und das gleichzeitig mit dem Tag. Diese Tage heißen Tag-und-Nacht-Gleiche und finden einmal im März (meist am 20. oder 21.) und einmal im September (meist am 22. oder 23.) statt. Zu diesen Zeitpunkten steht die Sonne genau über dem Äquator, und die Lichtverhältnisse auf der Erde sind für alle Orte außergewöhnlich ausgeglichen.
Die Tagundnachtgleiche im März markiert den meteorologischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel. Danach nimmt die Dauer des Tages stetig zu. Ab Ende März ist die Nordhalbkugel der Sonne stärker zugewandt, was zu längeren Tagen und kürzeren Nächten führt. Umgekehrt passiert das auf der Südhalbkugel im September, wenn dort der Frühling beginnt.
Interessant: Obwohl die Tage und Nächte an diesen beiden Tagen theoretisch gleich lang sind, kann es aufgrund der Lichtbrechung in der Atmosphäre und der geografischen Lage leicht abweichende Werte geben. In der Praxis ist der Tag oft minimal länger als 12 Stunden – besonders in höheren Breiten. Trotzdem gilt die Tagundnachtgleiche als ein präziser Moment im Kalender, der sich jedes Jahr wiederholt.
Ein anschauliches Beispiel dafür, wie sich die Erde auf ihrem Weg um die Sonne verändert – und wie fein die Balance zwischen Tag und Nacht eigentlich ist.
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